Rinderbügen …
Unser Ort wird 1390 das erste Mal urkundlich erwähnt. Beim heutigen, dem etwas eigenartigen
Namen Rinderbügen nehmen viele Menschen an, er sei von Rindern oder Landwirtschaft abgeleitet. Falsch: Der Ursprung der Wortschöpfung stammt aus dem frühen Mittelalter. Aus der Zeit, als nahe der Furt des Rinderbügener Seemenbachs, auf der Straße nach Büdingen, eine Eisenschmelze betrieben wurde. Er bedeutet soviel wie Rennschmiede am Bach.
Früher hatten die Häuser in Rinderbügen bestimmte Namen, die wichtiger als die Familiennamen ihrer Bewohner waren. Wer in so ein Haus einheiratete, wurde im gleichen Moment umgetauft. Am Ende des Ortes Rinderbügen gab es eine “Ecke“, die wir als Sackgasse bezeichnen würden. So waren die, die zu dieser Zeit am linken Seemenbach-Ufer wohnten, die “Ecke-Leut“. Wie überliefert wohnten da der Eckehannes, Eckewilhelm und der Eckeheinrich, die Eckemarie, Eckekaline usw.

Hier, in der Ecke-Gasse in Rinderbügen, begann die Geschichte unseres Familienunternehmens. Denn bei Ecke-Heinrich und Ecke-Marie handelte es sich um die Gründer des Metzgereibetriebs. Im Januar 1920 gründeten der Metzgermeister Heinrich Kaufmann und seine Ehefrau Marie die Landmetzgerei Kaufmann.
Anfang 1920 begann die Geschichte der Landmetzgerei Kaufmann. Im Betrieb sorgte Metzgermeister Heinrich Kaufmann für die Herstellung seiner Fleisch- und Wurstwaren. Seine Frau Maria war für das Ladengeschäft verantwortlich und bediente Kunden aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Gleichzeitig versorgten beide im Nebenbetrieb die dazu gehörende Landwirtschaft.
1966 übergab Heinrich Kaufmann den Metzgereibetrieb an seinen im April 1940 geborener Sohn Dieter Kaufmann. Neben Reinhard, Walter und Hermine war er das vierte Kind von Heinrich und Maria Kaufmann.
Auch die zweite Generation packte richtig zu. Unter der Regie von Metzgermeister Dieter Kaufmann, und mit Unterstützung seiner Ehefrau Elfriede, wurden Produktion und Verkauf weiter ausbaut. Das Haus wurde durch einen Neubau ersetzt. Die Kinder Doris und Rainer machten die Familie komplett.
Veränderte Verbrauchergewohnheiten sorgten für neues Konsumverhalten. Aus diesem Grund ließ Dieter Kaufmann sein Verkaufsgeschäft im Ort ruhen, der Verkauf wurde eingestellt. Sein Entschluss, von nun an die Produkte der Landmetzgerei Kaufmann über Erzeugermärkte zum Verbraucher zu bringen, war eine gute und richtige Entscheidung.
Im Jahr 1997 ging die Landmetzgerei auf die dritte Generation über. Sohn Rainer, im August 1962 geboren, begann in der Metzgerei Frühling in Büdingen seine Ausbildung. Nachdem er 1988 erfolgreich seine Prüfung vor der Innung abgelegt hatte, übernahm er 1997 als Metzgermeister Rainer Kaufmann den elterlichen Betrieb.
Das Unternehmen heute …
Auch Metzgermeister Rainer Kaufmann setzt weiterhin auf mobil und Erzeugermärkte. Seine Ehefrau Martina hilft bei Engpässen auf den Marktplätzen. Die Kinder von Rainer und Martina Kaufmann, Melissa (1990), Lukas (1993) und Alicia (1998) gehen noch zur Schule. Aber Tochter Melissa übernimmt schon ab und zu kleine Aufgaben im Betrieb.
Rainer Kaufmann entwickelt die Landmetzgerei Kaufmann weiter: Neue Produkte, optimierte Produktionsabläufe, ein besser ausgebautes Vertriebsnetz. Die Flotte der Verkaufsfahrzeuge, seine “Metzgerei-Fachgeschäfte auf Rädern“, entspricht den neuesten Anforderungen gesetzlicher Hygiene-Anforderungen.
Hohen Anteil am bisherigen Gelingen tragen Ehefrau Martina und die Senioren Metzgermeister Dieter Kaufmann und dessen Ehefrau Elfriede. Aber ebenso große Verdienste an der guten Firmenentwicklung haben die Mitarbeiter in Produktion und Vertrieb, die mit Freude bei der Arbeit sind und ihre Aufgaben mit gutem Fachwissen lösen.
In der Produktion des handwerklich geführten Unternehmens stellen in der Regel zwei Meister, zwei Gesellen und eine Hilfskraft, die kontinuierliche Fertigung von Fleischwaren und deren spätere Veredlung zu Wurstwaren sicher.
Märkte- oder Touren-Pläne mit Angaben zur Warendisposition, zu genauen Standort- und Zeitangaben und den Anforderungen an die Wagenbesatzungen regeln den Verkauf. Auf den zehn Marktplätzen im Rhein-Main-Gebiet bieten unsere sympathischen und gut ausgebildeten Verkaufskräfte unsere Produkte und Spezialitäten an. Umfassende Kundenberatung inbegriffen.
So soll es bleiben. Für die Familien Kaufmann und ihre Mitarbeiter gelten auch weiterhin die Leitsätze der Landmetzgerei Kaufmann: Qualität und Güte für unserer Kunden heute und in Zukunft.



- Die in der dritten Generation vom Metzgermeister Rainer Kaufmann geführte Landmetzgerei Kaufmann
ist ein Fachunternehmen mit fast 90-jähriger Tradition.
- Die in Rinderbügen alteingesessene Familie fühlt sich den Menschen und der Region verbunden.
- Das Unternehmen stellt sich mit modernen Produktionsmethoden als ein an der Zukunft orientierter
Metzgereifachbetrieb dem Wettbewerb.
- Familie und Mitarbeiter wollen und werden nach folgenden Prinzipien leben und arbeiten:
Wir sind aus dem traditionellen Metzgerhandwerk gewachsen. Unsere Orientierung liegt, im Sinne unserer Kunden, in den aktuellen Anforderungen ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse.
Wir nehmen die auf Gewerbe, Fleischuntersuchung, Hygiene, Lebensmittel etc. bezogenen Ordnungen, Verordnungen, Gesetze, Verfügungen und alle zu einer offiziellen Vermarktung anstehenden Maßnahmen nicht nur an, sondern stellen an unser Verhalten und das unserer Mitarbeiter noch höhere Ansprüche.
Erstes Ziel unseres Unternehmens ist unser Erfolg. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere Kunden. Aber nur wenn wir deren Anforderungen in Form von Qualität, Preis und Leistung erfüllen, können wir dieses Ziel erreichen.
Kundenorientierung, Stammkundenbindung und Neukundengewinnung sind gleichrangige Aufgaben. Wir möchten beim Kunden als ernährungsbewusster Partner gelten und dieses auch garantieren.
Grundsatz bei Produktion und Vertrieb ist nachhaltiger Schutz der Umwelt. Wir wollen dadurch unsere Existenz und die Zukunft aller Beteiligten sichern: die der Metzgerfamilie, der Mitarbeiter, der Lieferanten und der Menschen unserer Region.
Unser Angebot umfasst Fleisch vom Rind, Kalb, Schwein und Lamm. Wir verkaufen Wurstwaren, die wir selbst herstellen. Damit bieten wir Fleisch- und Wurstwaren an, die wir nach alten Familienrezepten und handwerklichen sowie nach zeitaktuellen Verfahren produzieren, weil wir uns auskennen und davon etwas verstehen.
Unsere Schlachttiere stammen ausschließlich von Bauernhöfen aus der Region. Wir bestimmen die Qualität unserer Fleisch- und Wurstwaren selbst, weil wir ihre Entwicklung begleiten. Durch räumliche Nähe vermeiden wir lange Transporte.
Wir haben Mitarbeiter mit gutem Fachwissen im Verkauf. In der Produktion von Fleisch- und Wurstwaren sind bei uns gut ausgebildete Metzger tätig. Wir stellen sicher, dass alle Mitarbeiter langfristig mit den ihnen gestellten Aufgaben zufrieden sind.
Fachkundige Information über Produktion und Produkte und Transparenz ist eines unserer besonderen Anliegen. Wir möchten, dass unsere Kunden umfassend Auskunft über das erhalten, worauf es bei Fleisch und Wurst ankommt. Damit wollen wir die Kundenerwartung bezüglich Nähr- und Genusswert erfüllen. Nur zufriedene Kunden bleiben gute Kunden.
Als Metzgerei-Fachbetrieb stehen wir in Verantwortung und sorgen für
- umfassende Transparenz vom Stall bis zum Produkt,
- artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere und deren Transport,
- kontrollierte Erzeugung unter Umwelt-Aspekten,
- handwerkliche Herstellung und Verarbeitung
- gesunde Ernährung durch gesunde Produkte,
- Frische, Qualität und vernünftige Preisgestaltung,
- kundenorientiertes engagiertes Fachpersonal,
- fachkundige Beratung über entsprechende Zubereitung,
- erstklassigen Service zum Nutzen unseres Kunden und
als Grundlage für gesunde Nahrungs- und Lebensmittel:
Experten unter sich ….

Die einzelnen Arbeitsfelder im Ablauf eines Metzgereibetriebs sind a) Schlachten, b 1) Grobzerlegen für das Frischfleisch-Angebot sowie b 2) Feinzerlegen für die nachfolgende Wurstproduktion und c) die Herstellung der Wurstsorten nach speziellen Rezepten. Das spätere d) Räuchern oder Lufttrocknen sind Abschluss und gewissermaßen Veredlungsschritte.
Die Vier sind für den reibungslosen Ablauf der Fleisch- und Wurstwaren-Produktion zuständig. Sie sorgen dafür, dass unseren Kunden auf Märkten und Touren auch immer ausreichend frische Ware angeboten werden kann.
Haben Sie Lust, einen Blick hinter die Kulissen, sprich in den Produktionsbetrieb der Landmetzgerei Kaufmann, zu werfen? Dann klicken Sie sich auf die Seite Produktion Fleisch oder Produktion Wurst.
Unser Handwerk will gekonnt sein …



Fleisch ist ein Naturprodukt. Die jeweiligen Fleischteile haben unterschiedliche Strukturen und entwickeln bei der Zubereitung auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Demzufolge sind die Zerlegemethoden auch nicht grundsätzlich überall gleich.
Nach dem ersten Arbeitsschritt Schlachten und Abnahme durch den Tierarzt folgt der nächste, das Zerlegen. Beim Grobzerlegen sollen alle Fleischteile sorgfältig ausgelöst werden. Schinken, Frühstücksspeck und Spaltschinken erhalten schon jetzt ihre zukünftige Form. Eine handwerklich schwierige Arbeit, zumal jeder Tierkörper ja anders gebaut ist. Und gefährlich dazu: Kettenschürze und Kettenhandschuh schützen dabei Körper und haltende Hand.
Beim Feinzerlegen werden die Ausgangsmaterialien für die unterschiedlichen und erst später herzustellenden Wurstsorten gewonnen. Gewissenhaft wird das Fleisch dem jeweiligen Verwendungszweck zugeordnet. Das Zuordnen des richtigen Fleischs für die spezielle Wurst erfordert noch mehr Sorgfalt und Erfahrung.
Eines ist beim Zerlegen jedoch bei jedem Metzger gleich – zügiges und schnelles Arbeiten. Es geht um die Haltbarkeit und Frische. Darum, die kühltechnischen Anforderungen des Materials im hygienisch optimalem Temperaturbereich einzuhalten.
Nach guten neuen und alten Rezepten …



Jetzt geht es uns im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Denn Wurstspezialitäten bleiben nur bei steter Verwendung rezeptgenauer Ausgangsmaterialien auch Wurstspezialitäten. Wir machen Kochwurst, Brühwurst und Rohwurst. Die Rubrik Produkte > Wurst informiert Sie individuell über unsere Wurstsorten, ihre Varianten und Geschmacksrichtungen.



Hier erhalten Sie einen Einblick in die Herstellung unserer Kochwurst. Das ist die Wurst, die aus vorwiegend gekochten Zutaten besteht. Nur bei Leber- und Blutwurst ist der Anteil anderer Zutaten etwas größer. Die Wurstmasse, das Brät, ist der Sortenanforderung entsprechend von mittlerer bis grober Körnung. Sie wird in Kranzdärme, Mägen oder Blasen gefüllt und, sortenabhängig, nach dem Füllen durch Kochen oder Backen noch mal gegart. Später kann man sie durch Trocknen oder/und Räuchern weiter konservieren.
In dieses Arbeitsfeld gehört auch das Herstellen unserer Kochschinken. Ein Spritzverfahren besorgt das Pökeln des Schinkenfleischs. Im weiteren Produktionsablauf wird ein gepökelter Schinken innerhalb von 4 bis 5 Stunden gebrüht. Davor oder danach kommt er, zum Beispiel wegen einer Geschmacksanforderung, häufig noch kurz in den Rauch.
Nach neuen und alten Rezepten …



Jetzt kommen wir zur Herstellung von Brühwurst. Das sind die Wurstarten, die durch Brühen oder Backen erhitzt und dadurch schnittfest werden. Im Gegensatz zur Kochwurst bleiben sie es auch beim Wiederaufwämen.
Zunächst werden Fleisch und Speck im Fleischwolf zerkleinert. Anschließend kommt die Masse zur weiteren Zerkleinerung in den Kutter. Durch Zugabe von Eis oder Eiswasser wird das Brät solange gekühlt, bis daraus eine feine, homogene Masse entstanden ist. Jetzt folgen das Einfüllen in Därme, eventuelles Heißräuchern, und der Schritt, der der Wurst den Namen gibt: das Brühen.
Für die Herstellung von Rohwurst benötigt man frisches rohes Fleisch, Speck, Salz und Gewürze. Rohwurst ist entweder frisch für den baldigen Verzehr (streichfähig) vorgesehen oder wird durch veredeln, Trocknen oder Räuchern, für den späteren Verbrauch (schnittfest) konserviert.



Auch bei diesem Produktionsprozess vollzieht sich der gleiche Arbeitsablauf: Das Fleisch wird im Cutter bis zur gewünschten Struktur und Körnung bearbeitet. Dann wird die Wurstmasse gewürzt, in die vorgesehenen Hüllen eingefüllt und gekühlt. Hier wird die Wurst bei der Herstellung nicht erhitzt. Je nach Anforderung wird ein Teil der Wurst nach dem Füllen durch Rauch konserviert und geschmacklich veredelt.
Jetzt bekommt die Wurst eine Ruhephase. Wir bringen sie in die Reifekammer, um ihr Zeit zur Entwicklung zu geben. Der Reifungsprozess ist für Farbe, Konsistenz und das gute Aroma zuständig. Hier wird die Feuchtigkeit langsam entzogen, das Hauptmerkmal für eine haltbare Dauerwurst. Das kann aber schon mal bis zu sechs Monaten dauern.




Schauen wir mal in die Reifekammer. Hier ist alles versammelt, was von unseren Kunden so an Dauerwaren gewünscht wird. Jede Sorte mit eigenem Duft und einzigartigem Geschmack.


Rohe Schinken werden durch Salzen oder Pökeln und durch Trocknen oder Räuchern haltbar gemacht. Wir pökeln und räuchern unsere Roh-Schinken. Das Fleisch erhält dadurch die erwünschte Färbung und seinen charakteristischen Geschmack.
Wünschen Sie für einen besonderen Anlass einen schönen Knochenschinken? Rohschinken erhalten Sie bei Bedarf auch mit Knochen.
Noch ein Wort zum Räuchern: Die für unsere Produkte genutzten Verfahren haben das Ziel, deren Haltbarkeit zu erhöhen und dem Gut die appetitliche Farbe und Schmackhaftigkeit zu verleihen. Zudem hat Räuchern auch einen konservierenden Effekt, der die Oberfläche schützt.
Lassen Sie sich gut beraten …
Das kommt in der Regel nicht vor, dass fast alle unsere Verkäuferinnen gleichzeitig im Betrieb sind. Eigentlich sind sie sonst schon früh zu den verschiedenen Erzeugermärkten unterwegs, um unsere Kunden zu beraten und zu bedienen.
Hier möchten wir Ihnen unsere freundlichen Fach-Frauen aus der Verkaufsabteilung der Landmetzgerei Kaufmann vorstellen. Sie bieten sachlich und fachlich umfassende Beratung rund um das Thema Fleisch und Wurst. Sie gehen gerne auf Wünsche und Fragen unserer Kunden ein. Präsentieren unsere Fleisch- und Wurstwaren. Und sie informieren auf Wunsch über Zutaten und Konservierung. Auch bei großem Andrang, oder wenn es einmal besonders schnell gehen muss.


auch auf den Märkten antreffen, können das alles natürlich auch.
Aber Spaß beiseite: Alle Kaufmann-Fachfrauen stehen im Verkauf in allen Belangen sicher ihren Mann. Was unsere alten Kunden im Rhein-Main-Gebiet begrüßen. Und was ein neuer Kunde, nachdem er sie erst einmal kennen gelernt hat, sicher bestätigt.